Hilfe für Röhrenamp

Dies ist die direkte Anlaufstelle, um all das zu sagen, was verändert werden soll oder nicht ganz richtig läuft!

Hilfe für Röhrenamp

Beitragvon NIB » Mi Mär 23, 2011 6:41 pm

hab mir vor kurzen meinen ersten röhrenamp zugelegt und habe nun ein paar grundsätzlich fragen...

also zuallererst mein equip: -yamaha sgv300, boss frv-1, crate palomino v16 ( der oben angesprochene - originalverpackt gekauft)

nun ist mir aufgefallen, dass sich - sobald ich bei den einstellungen des pedals über 555-666 gehe, beim spielen auf den 2 höchsten saiten seltsame verzerr-geräusche mit dem hall mitkommen.

hat jemand eine idee woran das liegen könnte? der verkäufer im musikladen hat mir gesagt, dass man röhren so ca 40 stunden "warmspielen" muss....könnte das etwas damit zu tun haben?
ist es grundsätzlich problematisch das pedal mit einem röhrenamp zu benutzen? (nehme an, dass dadurch die röhren schneller verschleißen?)


freue mich über jede hilfe zu dem thema ;)
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Re: Hilfe für Röhrenamp

Beitragvon simoncoil » Do Mär 24, 2011 2:23 pm

Wenn du mehr Hall beimischst, erhöht sich die Gesamtlautstärke. Und dann fängt der Verstärker nunmal an zu verzerren. 15W über einen 12-Zöller sind für laute Clean-Sounds einfach zu wenig, diese Amps werden ja quasi gerade dazu gebaut, dass sie bei niedriger Lautstärke schöne Verzerrung liefern. Ich hatte auch mal kurzzeitig einen 15W-Röhren-Combo, der war für Surf erst zu gebrauchen als er an eine 4x12-Box angeschlossen war. Wäre mir zu unhandlich gewesen, also musste das Teil wieder gehen.
Das mit den 40 Stunden halte ich für Unsinn. Röhren müssen vor dem Einmessen ein paar Stunden laufen, das sollte aber bei einem neuem Amp bereits beides vom Hersteller erledigt sein.
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Re: Hilfe für Röhrenamp

Beitragvon NIB » So Mär 27, 2011 3:16 pm

danke für die antwort, klingt alles recht einleuchtend, obwohl ich bis jetzt nicht sehr laut gespielt hab.

laut herstellerbeschreibung sind in meinem amp el84 endstufenröhren verbaut. würds sichs auszahlen die gegen andere auszutauschen? wenn ja, gegen welche? und kann ich bei dem verstärker(class a) einfach so die röhren wechseln ohne den bias anzupassen?
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Re: Hilfe für Röhrenamp

Beitragvon simoncoil » Mo Mär 28, 2011 9:32 am

Die Entstufenröhren prägen den Charakter des Klangs maßgleblich und klingen nach Typ (mehr) und Hersteller (weniger) unterschiedlich. Es ist jedoch nicht möglich im gleichen Verstärker verschiedene Typen an Endstufenröhren zu betreiben (es gibt wenige Ausnahmen wie den 'Reußenzehn El34'). Du kannt also nicht einfach deine EL34 gegen z.B. 6L6 tauschen, das funktioniert einfach nicht. Und ohne Bias-Einstellung geht es in der Regel auch nicht, selbst wenn man Röhren vom gleichen Hersteller benutzt.
Das sind nunmal (neben dem Gewicht) die Nahteile der Röhrentechnik... Aber es gibt ja leider immernoch keine 100% befriedigende Alternative :roll:
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Re: Hilfe für Röhrenamp

Beitragvon Jazzmasterfetischist » Mi Apr 06, 2011 10:52 pm

Zu einem Röhren-Amp gibt es überhaupt nicht mal ansatzweise eine Alternative. :shock:
Außer der Fender Topserie (Bassman, Showman, Bandmaster und Vibro King) und Vox AC50 und/oder AC30 Amps ist doch überhaupt nie was Vernünftiges auf den Markt gekommen. Die neuen oder Neuauflagen - naja nix Halbes und nix Ganzes und die alten Schätzchen sind halt teuer, rar und pflegebedürftig - aber durch nix zu ersetzen. 8)
Gruß - der Jazzmasterfetischist

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Re: Hilfe für Röhrenamp

Beitragvon simoncoil » Do Apr 07, 2011 8:50 am

Ohje , ich wittere schon die Grundsatzdiskussion...
Es gibt eben m.E. ein weites Spektrum zwischen Optimum und "gerade noch brauchbar", wobei Optimum für einen Surf-Sound natürlich ein Röhrenamp und ein externer Röhren-Federhall ist. Das heißt aber nicht, dass man nicht auch ein paar Stufen darunter brauchbare (und zum Teil sehr schöne) Sounds hinbekommen kann. Den Großteil der Gigs der letzten Jahre habe ich über einen Fender-Combo mit Transistor-Endstufe und eingebautem Federhall gespielt und war zumindest ganz zufrieden mit dem Sound. Es hat sich zumindest nie jemand beschwert :wink: . Auch nicht, wenn bei irgendwelchen Support-Geschichten über Transistor-Marshall-Tops plus Danelectro SpringKing gespielt wurde, auch wenn das dann wirklich die Ecke "gerade noch brauchbar" ist.
Klar, wenn ich jetzt sage, dass ich inzwischen über einen Hot Rod Deluxe spiele und immernoch nicht bereit bin mir einen externen Federhall zuzulegen, schütteln vielleicht ein paar Puristen die Köpfe. Sollen sie ruhig, ich bin bei anderen Dingen ja genauso :roll: . Aber ich habe in meinem kurzen Leben schon so viele tolle Surf-Bands gesehen und viele haben auch ohne das Optimum-Equipment einen tollen Sound. Und was viel wichtiger ist: die Leute haben ihren Spaß! :mrgreen:
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Re: Hilfe für Röhrenamp

Beitragvon Jazzmasterfetischist » Do Apr 07, 2011 10:34 am

Will keine Grundsatzdiskussion starten, wozu auch. Ich sehe das halt in der Riege, welchen Anspruch an sich selbst und den individuellen Sound hat der Gitarrist. Deshalb gibt es ja auch erschwingliche Äxte und Amps, klar.
Mein Onkel spielt z.B. seit 45 Jahren Indo-Rock auf einer 1965 Jazzmaster und einem alten Fender Showman Dual. Die Bandmitglieder haben Reissues und manchmal auch Tex und Jap. Fender und sind ständig nur am Stimmen und an den Amps rumdrehen. :mrgreen: Der Sound ist im Vergleich zu der alten Axt und dem Showman deutlich hörbar einfach nur schlicht.
Wenn man natürlich nüchtern eine Band mit viel Reverb spielen hört und nix altes, teures und Vintage dabei hat, dann ist das sicherlich auch ein toller Sound. Für mich ist das aber nix, weil es einfach der schiere Hammer ist was Du aus einer Pre-CBS Fender und einem alten Fender Amp rausholen kannst.
Es gibt mir ein gutes Gefühl quasi einen alten Cady zu fahren und nicht einen Smart :mrgreen:

Die hauptsache ist eindeutig - Spass muss sein! :mrgreen: 8) :mrgreen:
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Re: Hilfe für Röhrenamp

Beitragvon pieapple » Mi Aug 31, 2011 7:07 am

Die Entstufenröhren prägen den Charakter des Klangs maßgleblich und klingen nach Typ (mehr) und Hersteller (weniger) unterschiedlich. Es ist jedoch nicht möglich im gleichen Verstärker verschiedene Typen an Endstufenröhren zu betreiben
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