Amplitube Fender

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Amplitube Fender

Beitragvon surfadelic-65 » Mi Mär 09, 2016 2:10 pm

Hi zusammen,

hat von euch schon jemand Erfahrungen mit Amplitube Fender gemacht?
Hier der Link:
http://www.ikmultimedia.com/products/fender/
Love Twang Sounds & Surf: http://twangozilla.bandcamp.com
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon novamax » Mi Mär 09, 2016 10:29 pm

Ja, ich benutze Amplitube fast ausschließlich und habe mich lange eingearbeitet.

Das wichtigste: Das wichtigste, was ich über Amp modeling herausgefunden habe ist, dass das Signal wesentlich von der cab impulse response abhängt - ohne klingt's Scheiße. Es gibt im Cab einen merkwürdigen Mix-Regler, der bestimmt, wieviel Prozent des Signals durchs Cabinet geht und wieviel nicht. Amplitube wird oft schlecht bewertet, weil der Regler 1) standardmäßig auf 50% steht (d.h. 50% Signal direct out von Amp Head - wer macht bzw. braucht den sowas?!) und 2) für 100% Signal durchs Cabinet der nix-Regler auf 0 gestellt werden muss (...).

Man sollte auf jeden Fall andere Cab ala das Standard-Cab zum Amp wählen - speziell die Fender-cabs erscheinen mir ziemlich dumpf.

Hat man das einmal verstanden, lassen sich gute, dynamische Sounds generieren. Ich hatte mit S-Gear und Bias geliebäugelt, aber am Ende habe ich von Amplitube mehr, nachdem ich verstanden hatte, wo die Entwickler zu parametrisch modelliert hatten.
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon surfadelic-65 » Mi Mär 16, 2016 4:51 am

novamax hat geschrieben:Ja, ich benutze Amplitube fast ausschließlich und habe mich lange eingearbeitet.

Das wichtigste: Das wichtigste, was ich über Amp modeling herausgefunden habe ist, dass das Signal wesentlich von der cab impulse response abhängt - ohne klingt's Scheiße. Es gibt im Cab einen merkwürdigen Mix-Regler, der bestimmt, wieviel Prozent des Signals durchs Cabinet geht und wieviel nicht. Amplitube wird oft schlecht bewertet, weil der Regler 1) standardmäßig auf 50% steht (d.h. 50% Signal direct out von Amp Head - wer macht bzw. braucht den sowas?!) und 2) für 100% Signal durchs Cabinet der nix-Regler auf 0 gestellt werden muss (...).

Man sollte auf jeden Fall andere Cab ala das Standard-Cab zum Amp wählen - speziell die Fender-cabs erscheinen mir ziemlich dumpf.

Hat man das einmal verstanden, lassen sich gute, dynamische Sounds generieren. Ich hatte mit S-Gear und Bias geliebäugelt, aber am Ende habe ich von Amplitube mehr, nachdem ich verstanden hatte, wo die Entwickler zu parametrisch modelliert hatten.


Danke Novamax für deine interessanten Infos. Ich habe mir Amplitube Fender vor einiger Zeit gekauft und auch schon ein bißchen damit rumgespielt. Es erscheint mir auch sehr brauchbar. Hast du dir denn schon Surf-Presets gebaut?
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon novamax » Mi Mär 16, 2016 5:40 am

Durch den Surfy Bear outboard reverb hab ich mir eher ein universales Clean pre-set gebaut: Amp rausgesucht, cab gegen eines der brauchbaren (noch dumpfen) rausgesucht, und optionalen Kompressor und Delay vorgeschaltet (dann für Tele-Twang, nicht für Surf). Ich hab versucht, diese Showman Klingeln hinzukriegen, aber ansonsten versuche ich nicht, etwas Bestimmtes zu emulieren, sondern wie's gefällt. Wenn man nicht in Richtung Verzerrung unterwegs ist, geht es vor allem um die Wahl des richtigen Cabs als um Effekte (und darum, dass das Signal dann auch über's Cab zu jagen).
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon nivram » Fr Mär 25, 2016 9:37 am

Für kleine Wohnzimmer-Gigs benutze ich AmpliTube Free + iRig2 mit dem iPhone und einer kleinen akkubetriebenen Aktivbox. Habe noch (für 8 € oder so) ein "Fender-Paket" dazugekauft, das außer den ganzen (5) Fender-Amps auch Compressor, Tape Delay, Overdrive, Phaser und einen (für mich nutzlosen) "FenderBlender" enthält. Weitere "In-App-Käufe" (zu je 3 €): NoiseGate, Chorus; MesaBoogie Mk.4 (10 €). Das NoiseGate ist eigentlich unentbehrlich, besonders bei verzerrten Sounds.Im Gegensatz zum NoiseFilter schneidet es die Höhen nicht ab.

Im Vergleich zu GuitarRig5, das ich sonst benutze, fällt auf, dass die Zerrsounds sich besser mit dem Volume-Poti an der Gitarre kontrollieren lassen (beim Zurückdrehen wird der Sound clean, bei GR5 nur leiser) und somit sich ähnlicher verhalten wie ein echter Röhren-Amp (ich habe einen Boogie Mk.2B).

Die Benutzeroberfläche von AmpliTube ist sehr hübsch gestaltet, und es macht Spaß, sich seine Wunsch-Sounds zusammenzubasteln. Allerdings muss ich meinem Alter Tribut zollen und eine Lesebrille benutzen, aber dafür kann ja die Software nix. Um rasch zwischen verschiedenen Einstellungen wechseln zu können, sind die abspeicherbaren Presets eine große Hilfe. Wie schon bei GuitarRig bewährt, habe ich sie folgendermaßen sortiert: Rhythmus-Sounds auf ungeraden, Lead-Sounds auf geradzahligen Speicherplätzen.
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon rockabillyjohnny » Mi Jul 05, 2017 9:36 pm

Ich grabe das hier mal wieder aus.

Nutze ebenfalls amplitube fender und hab mittlerweile nen groben sound auf die beine gestellt.

Leider fühlt sich das signal gerade bei doublepicking und in den höheren gegenden ala mr rebel sehr matschig und lückenhaft an.

Hab den revenerb jetzt auf 4 8 6 vorgeschaltet, dabei auch meistens noch nen compressor und den 57 deluxe. Alle anderen haben mir zu schnell gezerrt oder waren zu dumpf bzw mit reverb zu kratzig.


Wie sieht euer set denn so aus?
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon rockabillyjohnny » Di Jul 11, 2017 11:48 am

So, habe mich die letzten tage mal etwas durch die materie gewühlt und rumgebastelt. Da man irgendwie immernur bruchstücke findet, hier mal meine zusammenfassung:

1. Wichtig sind wie immer die altuellen treiber, grade beim interface. Ich benutze hier die asiotreiber ( freeware)

2. In amplitube sollten wie schon vom vorposter erwähnt diverse Einstellungen erfolgen.
Bei vielen störgeräuschen sollte das noisegate hochgedreht werden.

3. Amplitube frisst ordentlich cpu, also allen unnötigen quatsch an programmen schliessen, um den bestmöglichen sound zu erhalten.

4. Die boxen aus der fendercollection sind leider allesamt sehr dumpf und bescheiden im sound.
Nach meinem geschmack machen sich die vintagespeaker von amplitube oder die orangeboxen (!) sehr gut bei surfsounds.

5. An amps und deren einstellungen ist natürlich dem geschmack eines jedem freien lauf zu lassen. Ich persönlich spiele grade über den twin reverb mit ordentlich mitten und vollem volume samt einer orange 4x12 oder 2x12.

6. Unsere wichtigsten werkzeuge: die springreverbs...
Leider sind diese in amplitube mit höchster vorsicht zu genießen! Klassische einstellungen ala 666 oder 477 sind leider nahezu unmöglich, da der reverb den sound über alle erträglichen maße verunstaltet und für übersteuern und unspielbarkeit sorgt.

Meine lösung: spring reverb als stomp und rackversion beide mit folgenden settings: mix: 1 dwell: 1 tone: je nach geschmack, 5-9

Durch den doppelten erffekt dript es auch so und der sound bleibt klar.

Zusätzlich kann man bei den cabsettings noch mit dem raumhall rumexperimentieren, habe meistens large studio eingestellt und den mix komplett auf 100, also die mikros vor dem amp raus.

Die reverbs in den amps sind leider komplett zu vergessen.


7. Weitere effekte die guten nutzen erweisen sind zb ein compressor im rack oder je nach passage n tape echo als stomp.




So, dass sind meine groben erfahungen, mit denen ich mitlerweile mmn nen ganz guten sound habe.


Für alle suchenden und stillen mitleser hoffentlich eine kleine hilfe!


P.s.: im jimmy hendrix pack gibt es den vintage b und vintage d, welche den bassman und den dualshowman simulieren, letzterer mit sicherheit fast schon pflicht ;)
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon novamax » Mo Jul 17, 2017 4:53 am

rockabillyjohnny hat geschrieben:4. Die boxen aus der fendercollection sind leider allesamt sehr dumpf und bescheiden im sound.
Nach meinem geschmack machen sich die vintagespeaker von amplitube oder die orangeboxen (!) sehr gut bei surfsounds.

Muss ich so bestätigen - Die Fender Amps spiele ich generell nicht mit den dazu gematchten Boxen - Die matschen einfach nur... Ich bin am Ende beim Modern M2 gelandet, der sehr transparent klingt (hatte "noch dumpfen" geschrieben, meinte "nicht dumpfen" - Handy-Wortkorrektur :roll: ...). Eigentlich waren nur 2-4 Boxen aus der riesigen Sammlung brauchbar, 1-2 davon benutze ich für quasi fast Alles. Als Amp benutze ich den Vintage D (Dual Showman), den rockabillyjohnny auch empfohlen hat. Ich fand allerdings, dass ich dieses Klingeln am Besten mit dem Class A EL84 Modell hinbekomme statt mit dem Orignal gematchten 6L6 Modell. Ist aber letztendlich alles Geschmackssache (bis auf die Boxen und die Mix Einstellung). Und wie gesagt - Spring Reverb outboard - Dadurch kann ich leider Kompressor usw. eher vergessen (sollte vor dem 'Verb sein - Da ich mit meinem Zweikanal-Audio-Interface keinen Effect Loop zwischen zwei Spuren hinkriege, lass ich das halt. Werde aber mal die Einstellungen von rockabillyjohnny testen, dann muss ich nicht immer den SurfyBear anstecken und kann besser Effekte kombinieren...

Was ich bei Amplitube nicht verstehe ist, warum man die Effekte nicht frei in der Reihenfolge kombinierbar macht - So ist der Fender R'63 ein Rack-Effect, den man ganz am Ende der Chain (nach Amp und Box) anwenden muss, anstatt den gleich nach dem Kompressor in den Amp zu schicken. Keine der leider festen Signalketten erlaubt offenbar, nach dem Rack in den Amp zu gehen oder nochmal Treter nachzuschalten... Man ist also auf das Model der Boss Tretmine angewiesen - Ein Model eines nicht allzu beeindruckenden Imitats... Der Fender R63 klingt an der Stelle der Chain ganz OK - Aber ein Outboard Reverb ist halt was Anders: Volle Pulle rein in den Amp ist halt durch nichts zu ersetzen...
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon rockabillyjohnny » Mo Jul 17, 2017 12:25 pm

Dadurch, dass mein pc den dienst quittiert hat, bin ich jetzt beim neuen auf die 64 bit version von amplitube 4 umgestiegen.

Hab natürlich n bissl gebraucht, aber im Endeffekt noch ne ganze ecke besser als amplitube 3.

Anfangs riesige probleme mit den treibern gehabt, aber mit asio läuft alles super.

@novamax:

Bei at4 kannst du noch effekte zwischenschalten, ist vielleicht was für dich. Ausserdem sind die roomeffekte erweitert. Bei den boxen gibts jetzt mehr raumhall möglichkeiten. Die option garage gefällt mir hier sehr gut. Die reverbs sind leider immernoch käse. Mehrere nacheinander helfen da wenigstens ein wenig... arbeite mittlerweile als zusatz oft mit nem tapeecho.
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon rockabillyjohnny » Mo Jul 17, 2017 10:12 pm

Betreff showman klingeln:

Hab deine idee mal zum vorbild genommen. Der vintage D ist wirklich großartig und macht alles richtig.
Mit den röhren hast du ebenfalls vollkommen recht. Als ich diese geschaltet habe, find der ton beim onboard reverb auf 2 an zu platschen ( freudenextase ). Meine einstellungen: tre mid und bass sind eh von gitarre zu gitarre unterschiedlich. Bei mir und meiner jaguar habe ich alles ungefähr auf 7 eingependelt, spiele über den neckpickup und sogar mit basscut, hab da das gefühl der feilt noch minimal die tiefen weg. Gain ist auf fünf, reverb auf 2 und volume voll auf 10.

Um den drip noch zu unterstützen gibts den reverb als stomp auf 1,1,9 und im rack nen compressor.

Und siehe an, jetzt klingelt und platscht die jaguar wie die gabel am sektglaß! Lädt die hand fast automatisch zum doublepicking ein.

Bei den lautsprechern bin ich nach langem probieren bei der 1x15 vom bassman aus der fender collection 2 gelandet, scheint was dran zu sein an den märchen von onkel dick ;)

Bei powerchords auf der e saite muss man schon auf den bridge pu wechseln, wenn man diese unbedingt braucht.

Also ich bin jetzt endlich mit dem sound da angekommen, wo ich hin (surfen) wollte.

Wie du also sagtest, amplitube kann einiges, braucht aber zeit und lernbereitschaft.
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Re: Amplitube Fender

Beitragvon Herbert Hooke » Sa Aug 12, 2017 10:13 pm

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