Squier VM: Hals abschleifen?

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Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon novamax » Mo Mär 09, 2015 12:10 pm

Ich liebe die Squier VM Serie, aber es gibt zwei Dinge, die ich mir anders wünsche (Staytrem haben ja selbst die Vintage Geräte nicht):
1) Der Hals sollte geölt und gewachst statt klarlackiert sein.
2) Die Kopfplatte sollte passend farbig lackiert sein.

Während matching headstock eine optische Spielerei ist (mMn allerdings mit sehr viel optischer Wirkung), finde ich einen lackierten Hals brauchbar, aber technisch negativ:
Der PU-Panzer (die tragen das Zeugs offenbar mit'm Spachtel auf...) dürfte nicht nur 'ne langsamere / klebrigere Haptik, sondern auch für schlechteres Schwingungsverhalten verursachen:
In der Schwingungskette dürfte (nach Saiten) der schmalere, dünnere Hals meinem Verständnis nach wesentlich mehr Einfluss als der Korpus beim elastischen Schwingen haben. Nach mechanischem Verständnis beeinflusst die äußerste Schicht die Steifigkeit am deutlichsten (Biegewiderstandsmoment über Abstand², "Steiner-Anteil"): Wenn ich den Hals jetzt mit einem sehr festen Bezug umspanne, ist das wie Pelle um Wurst: Der elastische Inhalt dürfte deutlich versteift werden und somit weniger mitschwingen.

Hypothese: Vielleicht ist es ja gar nicht so sehr das Holz, was durch einschwingen gewinnt, sondern die Polymerketten im Lack, die nachgiebiger werden oder sich sogar auflösen...?

Deshalb überlege ich, ob es sich klanglich lohnt, die Hälse abzuschleifen (oder abschleifen zu lassen), zu ölen und zu wachsen, dann gleich die Kopfplatte in Korpus-passender Farbe zu lackieren und wieder Decals aufzubringen. Ich muss keine Marke drauftun, die nicht drin ist, also würde ich gern die Originalen dazu nutzen und auch die ursprüngliche SN draufhauen.

1) Meint Ihr, dass sich das klanglich lohnt? Habt Ihr Vergleiche (unlackierte, dünn lackierte, dich lackierte Hälse)?
2) Wie aufwändig ist sowas? Abbeizen geht ja bei dem Lack wohl nicht, d.h. man müsste den Hals mit'm Bandschleifer bearbeiten, ohne das Holz und die Bindings zu zerdellen. Was kann das als Dienstleistung kosten? Oder sollte man sich mit einem Schleifklotz für ein paar Tage hinsetzen? Dann hat man auf jeden Fall einen sehr persönlichen Bezug zum Instrument :) Aber ich hab Sorge, das zu vergeigen und hinterher gar nichts brauchbares mehr zu haben... Noch 'ne Alternative wäre evtl. ein ordentlicher Kaufhals, den man nicht erst rückbauen muss, aber der sollte dann schon die Squier Charakteristik haben (9er Radius, Jumbo Frets).
3) Ich gehe nicht davon aus, dass die Decays das überleben... Bekommt man Squier Decals für Jag/JM / VI irgendwoher?
4) Sind die matching headstocks bei unlackierten Hälsen überhaupt üblich, oder passt das gar nicht zusammen? Ich nehme mal an, die Decals kommen auf Farblack unter End-Klarlack-Schicht?
5) Besteht die Gefahr, dass sich der Hals ohne den Lack verzieht oder sogar tordiert?

Keine Ahnung, ob ich mir das antue, aber irgendwie reizt mich dieser Mod schon, schon um rauszufinden, was das bringt...
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon netto » Mo Mär 09, 2015 4:36 pm

zum einstieg könntest du erstmal folgendes machen. mit dem feinsten schleifpapier aus dem baumarkt schleifst du erstmal einen teil der lackschicht runter. dann brauchst du noch ganz feines schleifpapier. 1000er oder 1200er. gibt es nicht im baumarkt. eventuell autozubehör auf jedenfall bei ebay. damit dann also nochmal schleifen. jetzt hast du schonmal weniger lack drauf und der hals ist nicht mehr so rutschig wie vorher. trotzdem würde ich noch ein wenig polieren mit autopolitur. hab das schon bei 2 gitarren gemacht und bin recht zufrieden mit dem ergebnis. das ganze ist natürlich nur eine subjektive sache, in erster linie für die haptik. einen unterschied hört man natürlich nicht! ein gut gemachter matching headstock ist schwierig und eher was für den fachmann.
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon Plastiki » Mo Mär 09, 2015 7:46 pm

Also meines Wissens nach, ist eine Verbesserung der Schwingfreudigkeit des Halses eher mit nachteiligen Parametern verbunden, da man somit die Gefahr von ,,dead Spots" erhöht. Dead Spots sind Schwingungsbäuche der Halsresonanz, die mit der Frequenz des gegriffenen Tones übereinstimmen, oder sich nahe an dieser Frequenz befinden. Es kommt da zu Auslöschungseffekten. Das Instrument ,,sackt" dann bei diesen Tönen ab.
Von daher ist so eine ,, steife" Ummantelung meines Erachtens nach nicht unvorteilhaft.
Um die Adhession zu verringern, reicht eigentlich, den Hals zu mattieren. Das bekommt man eigentlich hin. Stahlwolle oder feines Schleifpapier, so wie Netto es beschrieben hat, sind da gut. Am besten noch Kragen und Halsfuß ordentlich abkleben und dann die Halshinterseite abstumpfen. Es geht evtl. auch ein neuer Spülschwamm, mit so `ner Kratzseite. Glaub der macht auch genügend ,,Rillen" in den Lack, damit der Daumen nicht so klebt. Oder vor dem S..x, einölen :oops: . Flutscht bestimmt auch gut :mrgreen: .
Um einen ,,matching Headstock" zu basteln, fiel mir gerade Folgendes ein:

http://www.amazon.de/Humbrol-Maskol-Abd ... B0043FGKA2

Das ist ein flüssiger Maskierfilm, beliebt(?) in der Airbrusherei. Den könntest du, sehr präzise auf die Logos pinseln, dann Farbe drauf, Maskierfilm abrubbeln, und genügend Klarlack drauf. Zwischenschliff nicht vergessen, und am Ende ganz fein schleifen, und mit Polierpasten polieren. Zur Not funktioniert da auch billige ,,Zahnweisszahnpasta".

Viele Grüße


Noch: Klarlack aus der Sprühdose gibt es ja auch auf unterschiedlichsten Basen. Sehr ungeeignet finde ich Lacke auf ,,Alkydharzbasis". Die trocknen ewig. Ich glaube, ,, Forumsmitgied``White Jack hatte mal die Sprühlacke von Belton (Molotow) gepostet. Das Problem ist nur, das die Hersteller das nicht so draufschreiben, was drin ist, man muß seiner Nase vertrauen. Also mal Nitroverdünnung vorher schnüffeln, und dann Sprühdosen testen. Hey... Douglas,
#?!§ ...Now I Wanna Sniff some Glue.... :twisted:#!%?!
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon novamax » Mo Mär 09, 2015 8:46 pm

Ok, das mit dem Anschleifen klingt gut - vielleicht probiere ich das mal.

Und tatsächlich finde ich die Idee mit dem maskierten Drüber-Lackieren einen interessanten Kompromiss aus Optik und Aufwand... einziger optischer Mangel ist, dass das decal unter der Farbschicht sitzt, aber das sieht evtl. auch interessant aus. Auf jeden Fall lässt es sich mit löslicher Farbe testen, ohne viel kaputt zu machen. Jetzt muss man nur noch dafür sorgen, dass die Lacke nicht miteinander reagieren...

Was das Scheiben angeht, bin ich noch skeptisch - Hat wer einen Vergleich zwischen Strat und jag/jm? Meine Squier Strat mit geöltem Hals schwingt schon besser als die Offsets - Ist das normal für die Bauart (wg. break angle)?
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon netto » Mo Mär 09, 2015 9:59 pm

das "Scheiben"? das mit dem 1000er schleifpapier kann man übrigens auch mit dem body machen. danach auf jedenfall noch mal leicht polieren sonst sieht das nicht aus. der alte glanz wird sich nicht mehr einstellen aber das ist gerade interessant und ergibt einen gewissen vintage effekt. soweit ich weiß gibt es nur noch lacke auf wasserbasis zumindestens in sämtlichen baumärkten. neue eu richtlinie für deine gesundheit. für ein gutes endergebnis sind acryllacke natürlich problematisch. bei so einer kleinen fläche wie die kopfplatte mag das noch hinhauen. bei größeren flächen ist es schwierig bis unmöglich eine fläche ohne ansätze hinzubekommen. ich meine jetzt so eine fläche wie eine tür z.b. aber die sprüht man ja auch nicht....andere baustelle.
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon Plastiki » Mo Mär 09, 2015 10:03 pm

Hallo novamax,
den überlackierten Maskierfilm muß man natürlich nach dem Farbauftrag wieder abnehmen (--> wegrubbeln). Also die Logos wieder öffnen. So wie Maskierfilm eben ist. Spiderman macht das doch auch so... oder Bat-, Superman, oder ,,Besserwisserboy". Im Film.
Den Klarlack auf den Headstocks der Hälse kannst du bestimmt als neutral sehen. Etwas anschleifen vorher.
Was meinst du mit Scheiben???
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon novamax » Di Mär 10, 2015 7:02 am

Sorry - hab's am Pad getippt: scheiben = schwingen :)

Wenn's praktisch keinen Unterschied macht, glaub ich das. Aber bei hochwertigen Instrumenten mit normaler Bridge-Konstruktion hat bei mir halt bisher immer die Kopfplatte stärker mitvibriert als bei 'ner Fensterbank mit Angelsehne... Daher meine Überlegung, ob das am Lack oder doch an der Offset-Konstruktion liegen könnte.

Den Body würde ich gar nicht anfassen, glaub ich.

Plastiki: Ich meine, dass es anders aussieht, wenn Decals auf Farbe geklebt werden oder wenn Farbe um Decals herum aufgebaut wird. Die Schrift ist z.T. echt filigran... Mal schauen, ob und wann ich mich da ran traue... Bildet Lack denn keine gespannte Oberfläche über der Maskierung? Könnte mir auch vorstellen, dass die Markierung einfach mit einlackiert wird und dann nicht abgeht oder der Rand wegblättert...

Danke auf jeden Fall schonmal für die Tipps!
Zuletzt geändert von novamax am Mi Mär 11, 2015 7:31 pm, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon white jack » Mi Mär 11, 2015 7:32 am

Plastiki hat geschrieben: Ich glaube ,, Forumsmitgied``White Jack ... Bild


Also, wenn ich schon erwähnt werde, dann doch bitte mit Glied ... :mrgreen:
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon Plastiki » Mi Mär 11, 2015 10:54 pm

Wie_viel_ spritzt_ du_denn_ so_ drauf,_ mit_ Glied_er_maß_stab_ge_mes_sen (Die Betonung liegt auf den Silben!) :?:
Und_was_bau_melt_da_so_an_dei_nem_ Bäll_chen, in mei_nem Zi_tat_käst_chen? Na_Na_Na :evil: .


Da hat sicherlich gerade eben ein blöder Spambot rumgealbert. Sorry.


novamax hat geschrieben:
Ich meine, dass es anders aussieht, wenn Decals auf Farbe geklebt werden oder wenn Farbe um Decals herum aufgebaut wird. Die Schrift ist z.T. echt filigran... Mal schauen, ob und wann ich mich da ran traue... Bildet Lack denn keine gespannte Oberfläche über der Maskierung? Könnte mir auch vorstellen, dass die Markierung einfach mit einlackiert wird und dann nicht abgeht oder der Rand wegblättert...


Das leuchtet mir natürlich ein. Klar, es ist natürlich fast unmöglich, die feinen Schriften zu maskieren. Und man wird echt Schwierigkeiten haben, das die Schrift so aussieht als wäre sie auf der Farbe. Hatte ich so nicht auf dem Schirm. Zum Thema abblättern oder ausfranzen beim Demaskieren kann ich mir vorstellen, das sehr hochpigmentierte Farben, eben auch aus dem Airbrushsektor (im Modellbauladen schauen), eine enorm dünne Farbschicht auftragen, die trotzdem genügend Deckkraft hat, und dann nicht einreisst oder ausfranzt. Da ist dann das Problem eines dünnen Farbauftrages, da man ja nicht gleich eine Spritzpistole im Keller hat.

Es sei denn, mann ist mit Glied, Harr,Harr, Harr :mrgreen: .
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon netto » Do Mär 12, 2015 10:58 pm

das wird alles nie was...... :lol: aber ein squier decal ist ist ohnehin leicht uncool! besser alles wegschleifen und gar kein decal. das hat auch was!
da kann man sich so richtig frei fühlen. frei von allen zwängen und auflagen. das wäre dann so eine art statement gegen den konsumterror. ich glaub das mach ich....
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon novamax » Fr Mär 13, 2015 9:29 am

Tatsächlich wäre mir ohne Decal lieber als mit Fake-Fender... Ich lege keinen Wert auf Coolness by brand (Dein Statement-gegen-Konsum-Terror-Vergleich trifft meine Einstellung ganz gut...). Andererseits fände ich es schon irgendwie wichtig, die Herkunft eines Instruments (Hersteller, Seriennummer) auszulöschen...

Naja, klingt, als wäre es im Hinblick auf technischen und optischen Effekt kein erfolgversprechender Projekt (bis auf evtl. das Anschleifen).
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon fenderizer » Fr Mär 20, 2015 8:38 am

novamax hat geschrieben:Tatsächlich wäre mir ohne Decal lieber als mit Fake-Fender... Ich lege keinen Wert auf Coolness by brand (Dein Statement-gegen-Konsum-Terror-Vergleich trifft meine Einstellung ganz gut...). Andererseits fände ich es schon irgendwie wichtig, die Herkunft eines Instruments (Hersteller, Seriennummer) auszulöschen...

Naja, klingt, als wäre es im Hinblick auf technischen und optischen Effekt kein erfolgversprechender Projekt (bis auf evtl. das Anschleifen).

Über Decals gibt es bei SG101 oder OffsetGuitars viel zu lesen. Manche Foristen designen sich eigene Logos und Namen, die dann z.B. auf transparente Folie gedruckt und dann klar überlackiert werden.

Ich bin mir nicht sicher, ob das Finish eines Halses tatsächlich großen Einfluss auf den Klang des Instruments hat. Die haptischen Unterschiede dagegen sind unbestritten.
Ob Du so weit gehen möchtest, wie manche Fender-Custom-Shop-Modelle und den gesamten Lack (ggf. mitsamt Grundierung) wieder herunter hobeln willst, bleibt natürlich Dir überlassen.
IMHO langt es, wenn Du die Halsrückseite mit z.B. 400er Körnung (nass?) leicht anschleifst und dann mit 1000er und/oder feiner und je nach Geschmack vielleicht noch ein wenig Politur das Finish mattierst. Dadurch ist das "Klebenbleiben" des Hochglanz-Finish weg und Du kannst (fast) nichts falsch machen.

Wenn Du den ganzen Lack ab haben möchtest: Ich habe beim Entlacken schon ganz gute Erfahrung mit einer Ziehklinge gemacht. Das ist für meinen Geschmack weniger anstrengend / aufwendig als Abschleifen.

Gruß - der Fenderizer
they're coming to take me away hahaaa ...
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon Igorilla » Fr Mär 20, 2015 9:43 am

nowamax,

falls Dir die DIY-Option für die Decals nicht zusagt, gibt es hier Custom-Decals:

http://www.rothkoandfrost.com/custom-waterslide-decals-uk-for-guitars-bikes/

Und ich finde auch diese ,,optische'' Aufwertung von Squiers durch Fenderdecals ziemlich sch..... Entweder ein Squierdecal oder leer.
BTW, ich finde Squier decals gar nicht uncool, im Gegensatz zu netto.

Zu dem matching Headstock: Das ist gar nicht so kompliziert, weil es sich um eine kleine Fläche handelt.
Ich würde zu einem guten Farbenfachgeschäft gehen und einen Lack in möglichst treffenden Farbton kaufen.
Wichtig ist dann nur, dass man sehr gutes Klebeband/Krepband zum Abkleben verwendet und immer nur sehr dünne Schichten aufträgt, um einen genauen Rand an der richtigen Stelle zu bekommen.
Auf einer Budgetgitarre hätte ich gar keine Hemmungen, das selber zu probieren.

Ich hatte mal vor ein paar Jahren mit ein paar 12-13-jährigen Kindern ein Gitarrenbau-Projekt gemacht, und die Kids haben den matching Headstock super hinbekommen.
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon Plastiki » Fr Mär 20, 2015 6:49 pm

Igorilla hat geschrieben:Zu dem matching Headstock: Das ist gar nicht so kompliziert, weil es sich um eine kleine Fläche handelt.
Ich würde zu einem guten Farbenfachgeschäft gehen und einen Lack in möglichst treffenden Farbton kaufen.
Wichtig ist dann nur, dass man sehr gutes Klebeband/Krepband zum Abkleben verwendet und immer nur sehr dünne Schichten aufträgt, um einen genauen Rand an der richtigen Stelle zu bekommen.


Mir fiel gerade noch zum Thema gleichmäßigen Farbauftrag ein:
Nicht die original Sprühköpfe verwenden, die auf der Farbdose drauf sind (falls du Sprühfarbe verwendest). Im Grafittiladen (gibts bei euch ja bestimmt) gibts speziellere Düsen, die weniger, und auch gleichmäßiger die Farbe auftragen. Da bekommt man eigentlich ein recht ansprechendes Ergebnis hin, auch ohne den Lack dann polieren zu müssen (Klarlackschicht). Frage aber auch nach der Kompatibilität der Sprühköpfe zu der/den Lackdosen, da es da auch Unterschiede gibt bei den Herstellern. Und auch, ob die Feinsprühköpfe für Metallic tauglich sind (falls du das vorhast), da ja da größere Pigmente drin sind. Und kaufe lieber ein paar mehr, um frische zu verwenden, die nicht schon verklebt sind. Ist nur Pfennigkram.

Viele Grüße
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Re: Squier VM: Hals abschleifen?

Beitragvon novamax » Di Mär 24, 2015 10:32 pm

Vielen Dank für die ganzen wertvollen Rückmeldungen! Ich war im Urlaub und kann sie erst jetzt beantworten.

Fazit:
- Komplette Lackbefreiung des Halses: akkustisch nicht zielführend und wäre sehr aufwändig. Die 400/1000er Anschleif-Lösung klingt gut und überschaubar für den haptischen Effekt.
- Matching Headstock: braucht nachgemachte Decals. Tinte kann nach der ganzen Müh nachbleichen, und Laser vs. Folie (Hitze) müsste ich mal recherchieren. In jedem Fall machbar klingen Custom-Decals, die man selbst dem Original nachempfindet (dann Squier - Sehe das ganz wie Igorilla).
- Danke auch für die Sprühkopf-und Lack-Basis-Tipps! Mir ist inzwischen eine ganz eigenwillige Idee für Matching Headstocks gekommen, bei der mir das sicher weiterhilft - Ist aber noch nicht ganz ausgereift - Insofern möchte ich das bei Zeiten mal ausprobieren, bevor ich hier mehr darüber berichte.
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