Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Alles was sonst nirgends reinpasst hier rein

Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon netto » Do Jan 30, 2014 10:17 pm

meine jazzmaster hat einen flacheren und für mich handlicheren hals als meine strat. seit ich also die jm spiele greife ich oft andere griffe als früher. die waren mir oft zu anstrengend. das eröffnete bei mir nochmal neue horizonte. der sound eher weniger denn........ich hatte schon früher alles dran gesetzt die strat möglichst nicht nach strat klingen zulassen! neuerdings finde ich den typische stratsound manchmal aber schon wieder gut. wahrscheinlich weil ich ihn bei mir selbst eher seltener gehört habe. daß man widerum auf vielen großen und auch kleinen schallplatten eine strat hört wußte ich lange zeit gar nicht. hatte mich irgendwie nie interessiert. ich war nämlich früher hauptsächlich sänger. von daher hatte ich auch nie groß was mit diesen amp-geschichten zutun.
das kultische was um die verstärker getrieben wird geht mir also eher ab. ich fand es in erster linie belastend diese teile schleppen zumüssen. muß man ja auch als sänger. jedenfalls wenn man kein kameradenschwein ist. aber zurück zum thema....
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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon Plastiki » Do Jan 30, 2014 10:43 pm

Aah ja,
schön ist ja auch, bei Jam Sessions mal das Mic zu nehmen, wenn nix anderes mehr frei ist. Hab ich auch ab und an gemacht, oder auch sehr gern Percussion. Wird ja auch oft unterschätzt, bringt aber auch ein gutes Basementfilling. Und bei Instro bestimmt kein unerhebliches Gestaltungsmittel. Klar ,Lyrics eher weniger.
Und da ist eben auch wieder der ,,Mitmusikerfaktor``. Andere Impulse, gar nicht nachdenken, es läuft einfach, wie es ist, im Moment. Und Spass.
Aber es ist ja nicht so konzeptionell, so ne Jam. Wie ne gute Surfmusik, die strenger orientiert ist. Oder denke ich da in die ,,falsche" Richtung?

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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon netto » Do Jan 30, 2014 11:27 pm

ich würde sagen du denkst nicht falsch. soweit ich was von surfmusik verstehe.
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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon simoncoil » Fr Jan 31, 2014 11:18 am

Ja, Improvisation spielt in der Surfmusik so gut wie gar keine Rolle. Ich persönlich finde das sehr schade, weil es für mich einer der interessantesten Aspekte beim Musikmachen ist (auch wenn ich manchmal denke, es ist für die Musiker oft interessanter als fürs Publikum). Aber mit dieser Vorliebe stehe ich in diesem Genre ziemlich alleine dar, bis auf die Mermen und deren Ableger, die Shi-tones, fällt mir jedenfalls niemand ein, der ausgiebig jammen würde.

Meine alte Surfband (spektrophon) ist ja seinerzeit aus einer ziemlich improvisationslastigen Indie-Rockband entstanden. Und wir haben am Anfang dann auch als Surfband viel improvisiert, auch weil wir noch nicht genügend Songs hatten, um ein Set zu füllen. Da war das Ziel dann weniger virtuos zu dudeln als sich selbst zu beherrschen und aus dem Stand heraus 2-3minütige minimalistische Surfstücke zu schaffen (wir waren da ziemlich von Can beeinflusst und haben uns an deren Begriff der "spontanen Komposition" orientiert).

Später hat sich das dann eher so entwickelt, das wir ein oder zwei Songs hatten, deren Mittelteil zur freien Gestaltung offen war, aber auch da haben sich dann mit der Zeit mehr und mehr feste Abläufe entwickelt. Und mit der neuen Band habe ich noch nichts in die Richtung probiert... Ich will das aber eigentlich wieder einführen, schon weil es eben kaum jemand anderes macht und dementsprechend noch eine Nische frei ist, in der man sich positionieren kann.
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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon Plastiki » Mo Feb 03, 2014 10:51 pm

netto hat geschrieben:meine jazzmaster hat einen flacheren und für mich handlicheren hals als meine strat. seit ich also die jm spiele greife ich oft andere griffe als früher. die waren mir oft zu anstrengend.....

Jaup, Ähnliches:
ich hab mal meinen Strat-Hals neu geshaped, weil da mal ne übelste Delle reingeschlagen war. Und der ist eigentlich auch griffiger, als das C-Profil, oder rundes D-Profil der JM, die ich jetzt nutze. Akkorde und so, definitiv anders, geht mir auch so. aber eben auf der JM weniger. Also auf der JM bis jetzt fast gar nicht. Ich war auf dieser ollen abgedroschenen Glampfe zu ,,hauserer`` als auf der neuen schick-Püppi. Naja, zum Surf braucht´s ja auch nich die allerdollsten Moods???? Exciting!!! Aber teilweise anstrengendere Griffe sind auch eine gute Herausforderung. Und sauberes Spiel. Oberste Lernpriorität. Ob man´s begreift oder nicht... . Oder andere Meinungen? Und dann noch den Sound...oder eben deswegen?
Deswegen lernt man doch die Gitarre halbwegs sauber zu spielen? Oder was reizt euch sonst so?

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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon SanchoPansen » Di Feb 18, 2014 12:59 pm

Meine 'Erfahurung' zu dem Thema ist, dass ich eben durch die Suche nach verschiedenen Sounds zu mehr Kreativität neige.
Neues Equipment zu testen macht mir Spaß und es stellt sich oft der 'aha' Effekt ein, wenn ich einen neuen Sound eingestellt habe.
'Ach, aha, so haben die also den Sound gemacht.' Und dann erstmal den Song spielen, den man zu diesem Sound im Kopf hat.
Als Bsp. habe ich diese Woche seit langem wieder mein Fuzz ausgepackt und musste einfach zwangsläufig fuzzige Songs spielen.
Bedeutet im Klartext, dass die Suche nach dem Sound nicht die Kreativität in den Hintergrund drängt, wobei man diese beiden Dinge eigentlich nicht verlgeichen kann.
Songs 'schreibe' ich ohne Effekte. Ein Song (da stimme ich meinen Vorrednern absolut zu) muss einfach von Natur aus gut klingen und interessant sein.
Ob man dann in der Bridge das Tremolo einschaltet, oder im Chorus das Slap Delay ergibt sich m. E. praktisch von selbst.
Klar, wir sind alle NICHTS ohne Reverb in unserem Genre, aber dann gibt's da noch z. B. die Shadows. Super Mukke, sehr interessant. Es liegt halt nicht am Sound.
Und Studio Aufnahmen müssen auch über die rotzigste Stereoanlage gut klingen. Wenn die Aufnahme hier schon versagt, tja, wie klingt sie dann auf einer guten Anlage?!
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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon Plastiki » Mi Feb 19, 2014 8:59 pm

Moin,
klar, kann ich mir vorstellen, mit dem Fuzz. Würde bei mir dann wahrscheinlich eher in Richtung ,,Garage´´ gehen, weiß aber nicht so genau. Geht (ging) mir jedenfals so, wenn ich mir meine olle Halbresonanz umhänge. Wird es sofort ,,garagigger".Weil der Sound eben so kommt. Ist ne alte 60er DDR Glampfe, fetzt aber dann auch.
Ich meine mit dem Titel des Threads aber mehr so die gewisse ,,Orientierungslosigkeit``. Weil eben die Richtungen sich dann sehr aufspreizen. Und eine klare Linie bekommt man dadurch schwieriger rein (bzw. man fängt bei kleinen Änderungen schon an, unsicher zu werden).
Ich glaub das gipfelt dann so bei Bands, die auf irgendwelchen Kleinstadtfesten CCR, dann Satisfaction und später noch TNT als Partylaunekracher zum besten geben. Und so Mitgröhlgedöns für die besoffene Masse. Ich glaube du weißt, was ich meine. Aber klingt immer (fast) so. Dank unglaublich Effektrack ohne Gitarrenamp. Klar ist da gewisse Professionalität am Start. Aber toll...? Ich wollte das jetzt nur als Beispiel bringen, um so ,,Orientierungslosigkeit" in der Linie zu demonstrieren. Auch klar: viele sind Berufsmusiker, und da muß man sein Produkt ja auch oftmals Zielgruppenorientiert anbieten. Weil das Muckerleben ja an sich schon relativ hart ist?!? Ist aber meines Erachtens keine Entschuldigung, um einem Publikum keine tollen, funktionierenden Stücke zu servieren, die nicht nach dem neunten Bier erst, Partygarant sind.
Ach, ich schwiff ab...!

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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon SanchoPansen » Do Feb 20, 2014 9:34 am

Plastiki hat geschrieben:Hallo,
mal folgendes zur Diskussion, ist ja sonst nix weiter los hier:
Schränkt die Suche nach dem (vermeintlich) besserem Sound, welcher vermeintliches Postulat ist, die Kreativität im ,,Arrangement´´, oder überhaupt im Stilfindungsprozess ein? Weil geht ja nich immer alles mit den Settings. Und 25 Gitarren muß man sich ja auch nicht um den Hals schnallen.
Oder lieber straight ahead?

Ansonsten guck ich weiter H.Fischer- Hans Dampf in allen Gassen :mrgreen:



Mmmh, die Frage ist IMO in einem Genre Forum nicht richtig platziert. Stilfindung gibt es bei uns ja eigentlich streng genommen nicht. Wir spielen Surf. Das es hier verschiedene Facetten und Schubladen gibt, lassen wir mal so stehen. Dass man aber als Gitarrist IMMER und genreunabhängig nach einem 'besseren' Sound sucht, wird wohl jeder bestätigen können. So hatte ich Deinen Post verstanden. Und durch die endlose Suche rückt oftmals das Spielen in den Hintergrund. Während ich auf einschlägigen Gitarrenporn Seiten surfe, könnte ich auch meinen Eierschneider betätigen...
Und klar kennt man die Jungs, die in Song 1 nach Beatles und in Song 2 nach Nirvana klingen wollen. Deshalb boomen Profiling Amps z. Zt., meiner Meinung nach. Aber sieht schwer nach Modetrend aus, der bald auch wieder verschwindet (s. 90er Fullstacks vs. Comeback der Combos).
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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon novamax » Do Feb 20, 2014 3:31 pm

SanchoPansen hat geschrieben:Und durch die endlose Suche rückt oftmals das Spielen in den Hintergrund. Während ich auf einschlägigen Gitarrenporn Seiten surfe, könnte ich auch meinen Eierschneider betätigen...

Keine Frage, ein verbreites Leid (Selbstanzeige: schuldig! :) )

SanchoPansen hat geschrieben:Und klar kennt man die Jungs, die in Song 1 nach Beatles und in Song 2 nach Nirvana klingen wollen. Deshalb boomen Profiling Amps z. Zt., meiner Meinung nach. Aber sieht schwer nach Modetrend aus, der bald auch wieder verschwindet (s. 90er Fullstacks vs. Comeback der Combos).

Naja, "die Jungs" sind eben die, die nicht mit dem einem ("ihrem") Sound bekannt sind, sondern Sound-Vielfalt brauchen - Sei es weil sie ihr Publikum aus ausgewählten Freunden zu Hause beeindrucken wollen oder weil die Feierabend-Cover-Band im Übungskeller eben ein breites Repertoir haben muss, um mal in einem Bierzelt gebucht zu werden. Und es ist ja auch ein Erfolgserlebnis für Hobbyisten, ein bisschen wie einige Idole zu klingen - Wenn das für 100 € mit einem Modeller geht, ist das diese Anwendungen wertvoller als eine perfekte 2000 € Combo. Ich schätze mal (unfundiert...), dass das so 90% der Kunden ausmacht. Im hochpreisigen, bühnentauglichen Segment werden wohl Musiker mit Bedarf an "dem einen" Sound dominieren, aber die Zeiten, in denen 700 € für einen Verstärker fast jeden abgeschreckt haben, der damit kein Geld verdient, sind wohl auch dort vorbei.

Will sagen: Man muss vorsichtig sein, die Bedürfnisse des Profi-Sektors nicht auf den allgemeinen Markt zu übertragen. Ich z.B. habe keine Band, kann zu Hause nicht aufdrehen, bin zum Home-Recording deswegen auch auf direktes Einspielen mit Modelling angewiesen und freue mich über meinen kleinen uralt-Desktop-Modeller, mit dem ich "meine Sounds" fertig in den Übungsraum nehmen kann. Klar klingt ein Cabinet oder eine Combo nochmal anders, aber wie wichtig ist mir das als Nicht-Bühnen-Musiker im Vergleich?
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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon SanchoPansen » Fr Feb 21, 2014 10:08 am

novamax hat geschrieben:Will sagen: Man muss vorsichtig sein, die Bedürfnisse des Profi-Sektors nicht auf den allgemeinen Markt zu übertragen. Ich z.B. habe keine Band, kann zu Hause nicht aufdrehen, bin zum Home-Recording deswegen auch auf direktes Einspielen mit Modelling angewiesen und freue mich über meinen kleinen uralt-Desktop-Modeller, mit dem ich "meine Sounds" fertig in den Übungsraum nehmen kann. Klar klingt ein Cabinet oder eine Combo nochmal anders, aber wie wichtig ist mir das als Nicht-Bühnen-Musiker im Vergleich?


Ich würde es nicht Profi Sektor nennen. Jeder der einen Musikstil 'verfolgt' - dazu zähle ich eine Band zu haben und regelmäßig Gigs zu spielen -, wird (hoffentlich) schnell feststellen, dass es Sinn macht sich die üblichen Verdächtigen zuzulegen. Was ich nicht alles probiert habe...was ich nicht alles zum surfen bringen wollte...nur um letzten Endes festzustellen, dass das richtige Equipment unverzichtbar ist. Diese Suche hat mich aber nie eingeschränkt. Im Gegenteil - man macht aus der Not eine Tugend.
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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon Plastiki » Fr Feb 21, 2014 10:31 pm

Nahmnd,
klar, im Bandkontext kommt ja auch noch dazu, das kleine Amps (ich sag mal so, selbst 40W) an ihre Leistungsgrenzen gehen, bzw. in unserem Clean Sound-Genre zu wenig Leistungsreserven aufweisen, um den Sound nach vorn zu bringen, ohne zu übersteuern. Und da ist man dann, glaube ich, vom Durchsetzungsvermögen gegen das Schlagzeug, schon schnell mal angenervt, wenn man, dem Schlagzeug, Lautstärkepegeltechnisch die Vorherrschafft gibt (ich rede von moderat geschmeidig gespieltem Schlagzeug, halbwegs als Musikinstrument bedient). Also die üblichen Verdächtigen, mit altbewährter Leistungsreserve. Und wenn man dann noch auf der Bühne steht, und nicht dem Tonmann (nicht Thoooooo.....) die Schuld für schlechten Sound in die Schuhe schieben möchte, braucht ´s ja Sound von der Bühne weg(ist aber bestimmt in nem anderen Forum drin- (heutzutage kann man ja mit ner Zigarettenschachtel, über die PA, genug laut machen).
Wenn man dann z.B. auf so nen kräftigen Amp umsattelt, kann ich mir aber trotzdem vorstellen, daß das dann so ungefähr ist, wie von Punto fahren, auf übelst PS- Karre umsteigen. Kann man die Leistung auch niemals nutzen, macht eher Angst und Unsicherheit, denke ich. Also erstmal einfahren und gewöhnen. Oder gleich die Finger weg von lassen. Gut, Musik ist ja zum Glück nicht ganz so gefährlich. Kann ja aber auch ordentlich Monetas... .

Schönes Wochenende :D und

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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon SanchoPansen » Sa Feb 22, 2014 8:17 am

Hach ja, Forumsdiskussionen. Eine Geschichte voller Missverständnisse. Ich meinte das überhaupt nicht auf Leistung bezogen, sondern auf den Amp Typ als solchen.
Da ich Ende der 80er/Anfang der 90er viel 'laute Musik' gehört habe, hatte ich natürlich auch entsprechendes Equipment. Marshall, Engl, Crate, you name it...
Als ich dann meine Liebe zur Surfmusik entdeckt habe, stand ich da, mit meiner ESP Horizon und Kramer Gitarre und meinem Half Stack und Rack.
Das meinte ich mit 'was ich nicht alles zum surfen bringen wollte' vs. die üblichen Verdächtigen.
Heute nenne ich einen Vibrolux (gedrosselte 30W), Bandmaster (45W), Bassman (50W) und Quad Reverb (100W) mein Eigen. Jeder dieser Amps kann Dir den Drummer einfach wegpusten (ja, auch der Vibrolux) und das konnten die leistungsstarken 'Metal Amps' auch, ABER, und jetzt wieder zurück zum vorherigen Post, es klingt einfach nicht. Sie wollen nicht surfen. Klar, es gibt gute Alternativen zu Fender Amps (Vox, Echolette, etc.), bestimmt können auch Profiling Amps einen halbwegs ordentlichen Sound erzeugen. Was ich sagen will: sucht nicht zu lange und versucht nicht das Rad neu zu erfinden. Es gibt einen Grund, warum die 'üblichen Verdächtigen' über Jahrzehnte hinweg gespielt wurden. Nämlich weil es einfach gut klingt. Und wenn ich auf meinen Equpiment-Werdegang von Metal zu Surf zurück blicke, hätte ich mir viel Zeit, Geld und Nerven sparen können, wenn ich von Anfang an richtig zugehört hätte ;-) Dem Gegenüber steht allerdings die Tatsache, dass die Kreativität niemals darunter gelitten hat, um zum OT zurück zu kommen. Selbst aus einem Marshall JMP-1 mit Engl Endstufe und 4x12er Box kommt fast etwas surfiges raus, wenn man einen Tank davor hat. Klingt halt nicht geil, aber man ist gezwungen, etwas daraus zu machen. Und das wiederum fördert und fordert die Kreativität. Alles im Rahmen der Soundsuche/-findung.
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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon novamax » Mo Mär 03, 2014 11:57 pm

Sorry, wenn ich den Thread hijacke, aber ich muss einfach mal fragen:
Was bringt jemanden von metal zu surf...? Ich mein, ich find's wirklich cool, aber der Wechsel ist ja schon kein typischer, und mich interessieren einfach die Gründe.
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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon SanchoPansen » Di Mär 04, 2014 12:04 am

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Re: Sound vs. Creativity, Creativity vs. Sound

Beitragvon novamax » Di Mär 04, 2014 7:47 am

spannend - thanks for sharing :)
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