Dynamik

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Beitragvon Plastiki » Fr Mär 06, 2015 10:59 pm

Diese Frage tat sich schon öfter bei mir auf, und ich hab das mal hier in den ,,Sucht Musiker" thread getan. Ob die denn auch alle süchtig sind??? :x
Nun: Da ja hier viele Pedalfreunde sind, (ich fahre natürlich auch Rad, da ich kein Auto habe- das meine ich aber nicht,) mal die Frage:

Spielt ihr euer Instrument, mit Leistungsreserven der Settings am Amp, also eher zurückhaltend, unter Null (Wiederstand), oder haut ihr immer ohne Dynamikveränderung in die Saiten und überlasst die Dynamikstufen den Settings der Pedale?
Das finde ich nämlich eigentlich doof. Manchmal kommt es so rüber, so finde ich zumindest.
Weil vonwegen der ,,Artifizfkulation"- ,,Künstler`` wissen bestimmt was ich meine.

Ich habe keine Padale (immer noch nicht), finde aber, das dies zum eigentlichen Ausdruck der Musik, gerade beim Surf, beiträgt. Also eher keine Efekte weiter, zum Hall.

Was meint ihr?
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Re: Dynamik

Beitragvon surfing-matze » Sa Mär 07, 2015 1:26 pm

beides geht soch auch ;)

bei Surf eher Finger / Anschlag, weil man ja i.d.R. nur Hall drauf hat. Hall und Flats finde ich für die Dynamik eher erschwerend.

Wo Dynamik mit den Fingern ein absoluter Traum (aber auch absolut gekonnt sein MUSS) - ist die Variante Amp voll aufdrehen (Endstufensättigung = also anzerren - ODER nen Treter anlassen, der gut auf Anschlag reagiert - den aber anlassen - also nicht damit die Dynamik machen) und dann mit dam Anschlag steuern, wie sehr es schmatzt und zerrt / schreit. Jimi läßt grüßen - ach ja und Volume Poti zählt hier auch. Sowas geht bei surf meiner Meinung nicht oder halt wenig. Aber dafür geht bei surf anderes :D

Wenn man die Dynamik ausschliesslich irgendwelchen Tretern überliesse, wärs glaub eher nix. So meine 2 (Euro)cents...

Laut / Leise - also wechsel zw. rythm und lead spielen hab ich in der band meist mit ner AB-Box gemacht. A = laut / lead im normal und B leise / rythm auf den schwächeren vibrato kanal vom Amp. also hier treter :?
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Re: Dynamik

Beitragvon simoncoil » Sa Mär 07, 2015 2:03 pm

Ich würde mich dem, was Matze gesagt hat, anschließen. Für Rollenwechsel in der Band sind Preset-Lösungen sehr hilfreich, aber songinterne Dynamik sollte bei Surfmusik schon aus dem Anschlag kommen. Das Problem ist allerdings, dass man das nicht nur lernen, sondern auch beständig üben muss. Einen Booster kann man hingegen einfach kaufen. :lol:

Immer wieder gern als Beispiel gebracht:
Los Apollos - interplanetary surf music trio.
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Re: Dynamik

Beitragvon netto » Sa Mär 07, 2015 10:53 pm

ich versteh die frage nicht? ich weiß nur eins. jedes pedal nimmt dem sound von haus aus dynamik, was die high fidelity betrifft.
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Re: Dynamik

Beitragvon SanchoPansen » So Mär 08, 2015 8:15 am

Schließe mich an. Amp aufdrehen und mit der Dynamik spielen. Trotzdem benutze ich einen EP Booster, allerdings auf Unity Gain, also nur für den Grit in Solo Passagen.
But then again...wir spielen keinen/kaum Instro Surf ;-)
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Re: Dynamik

Beitragvon Plastiki » Mo Mär 09, 2015 7:21 pm

Jaa, das Problem des permanenten Übens bzw. Spielens der Songs. Man muß halt wirklich dran bleiben. Diese Erfahrung habe ich auch in der Vergangenheit gemacht. Man vergisst unglaublich schnell solche feinen, antrainierten Muster. Geht mir jedenfals so. Da ,,ärgert" man sich dann manchmal, wenn man aufgrund ,,prioritärer Sekundärtätigkeiten" (ich liebe solchen Schwachsinn :? )- also Zeug, was scheinbar momentan wichtiger ist als mal seinem Hobby zu fröhnen-, langerarbeitete Songstrukturen wieder nicht mehr hinbekommt, weil die Leichtigkeit im Spiel verlorengegangen ist. Mhhpfff :evil: .
Und oftmals, so geht es mir jedenfalls, ist man am Anfang seiner Übungssession so gut drauf, weil man schon viele Tage nicht den Sound hatte, das man einfach nur losdängelt. So bäm , rock, und fetzt. Und gegen Ende der Übungszeit, wenn man sich ausgepowert hat, denkt man plötzlich: Hey, da war doch mal sowas, so auf die Dynamik des Instrumentes Rücksicht zu nehmen, was einem dann auf einmal total Sinnvoll vorkommt. Gut, liegt evtl. auch am ,,Griff zur Flasche" (das sagt man ja wohl so, wenn einer Alkohol zu sich nimmt :wink: , in anderen Bundesländern ist Bier ja Grundnahrungsmittel), das man eine andere Empfindung hat, die aber nicht zwangsläufig unsensiebler sein muß.
Und klar: für Rollenwechsel ist das wirklich sehr logisch, solche Presets zu haben---> hatten die Bands dann in den sechzigern fest manifestierte Besetzungen? Hab ich ehrlich noch gar nicht so darüber nachgedacht, scheint aber so zu sein.
Da hat bestimmt der eine immer alle Mädchen abgegriffen, und die anderen ham beim Bier schmollen müssen. Hach: böse, ungerechte Welt! :roll:

Viele Grüße
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Re: Dynamik

Beitragvon fenderizer » Fr Mär 20, 2015 8:44 am

SanchoPansen hat geschrieben:Amp aufdrehen und mit der Dynamik spielen.

Erinnert mich an den Standard-Spruch unseres Forenmitglieds Curse: "Dynamik? Ich spiele doch schon so laut, wie ich kann ..." :twisted:

Spass beiseite: sicherlich ist es nicht verkehrt, sich auch mit diesem Aspekt auseinanderzusetzen, egal welches Instrument man spielt (oder singt). Gerade als Gitarrist hat man den Ton ja sprichwörtlich in den Fingern, was sich sicherlich nicht nur auf die der Greif-, sondern auch auf die Anschlagshand bezieht. Und wenn die anderen Band-Mitglieder es auch noch schaffen, bei lauteren und leiseren Passagen mitzuziehen, kann man ganz schön Abwechslung in ein Stück bringen - wodurch ALLE gewinnen.

Gruß - der Fenderizer
they're coming to take me away hahaaa ...
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Re: Dynamik

Beitragvon Plastiki » Fr Mär 20, 2015 9:29 pm

Ich hab die letzten zwei mal Üben bei den Ampsettings angefangen, wo ich bei vorangegangenem Training (mit Trainingsanzug) aufgehört hatte. Ja, es haut zwar erstmal mächtig ins Ohr, finde aber, das es wirklich sinnvoll ist, die Lautstärke durch den Saitenanschlag zu steuern. Das kommt, meiner Meinung nach, palm muted Parts in Liedern zugute, die dann nicht irgendwie aufgepummt werden müssen. Und deswegen sehr drippy sind, aber nicht lautstärkemäßig hinter durchgestrichenen Akorden mit Vibrato stehen (natürlich mit spitzerem Winkel am Plektrum, und Halsposition gezupft).
Logisch scheint für mich auch, den Amp lauter zu drehen. Auf einer Akustik- Gitarre haut man ja auch nicht gleich immer volle Pulle rein, sondern man hat die Reserve, z.B. für Strumming, wenn alle am Lagerfeuer total besoffen mitgrölen. Und da der Amp ja doch der Klangkörper der Stromgitarre ist, wieso soll man ihn als Musiker nicht anders ansehen? Ist halt alles viel sensiebler darin, und macht es auch nicht einfacher, Stromgitarre zu spielen.
Ich glaube da geht noch was!

Viele Grüße
Plastiki
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